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17.01.2007 | NEWS | ALLE NEWS

Werte für die Schweiz

Was brennt den Leuten unter den Nägeln? Welche Probleme stehen auf dem Sorgenbarometer ganz oben? So fragen politische Parteien zumeist, wenn sie ihre Parteiprogramme und Wahlplattformen überarbeiten und für die als ernsthaft erkannten Sorgen ihre Vorschläge und politischen Rezepte formulieren. Wer es nur so anpackt, wird zwar nicht völlig falsch liegen, kratzt aber nur an der Oberfläche. Denn die verschiedenen unübersehbaren Probleme in unserer Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gehen zumeist auf ein Grundproblem zurück, über das man leider immer noch kaum spricht: nämlich auf ein immer grösser werdendes Defizit gemeinsamer, tragfähiger Werte in unserer Gesellschaft.

Wie soll ein Volk weiter kommen, wenn es nicht mehr über gemeinsame, breit anerkannte Grundwerte verfügt? Wenn es nicht mehr weiss, woher es kommt, wo es steht und wohin die Zukunft führen soll? Wenn keine gemeinsamen Vorstellungen mehr bestehen, wie man in den persönlichen Beziehungen, wie man in der Familie, im Berufs- und Wirtschaftsleben, wie man in der Gesellschaft und wie man in der Politik miteinander umgeht, wie man miteinander funktioniert? Und wie soll ein Volk fremden Kulturen begegnen oder Zugewanderte integrieren können, wenn es selber immer weniger gemeinsame tragende Vorstellungen – eben Werte – hat, nach denen es das persönliche Umfeld gestaltet, nach denen es lebt, wirtschaftet und die Zukunft gestalten will?

Es scheint, als würde es langsam immer mehr Menschen klar, dass die vielen politischen Feuerwehrübungen zur Korrektur des einen oder anderen Übelstands nur Notlösungen sind. Und dass sich viel davon vermeiden liesse, wenn unser Leben und Wirtschaften wieder von einer gemeinsamen, tragenden ethischen Grundhaltung bestimmt und durchdrungen wäre. Ein ganzer Wust von Gesetzen zur Regulieren und zur Missbrauchsbekämpfung könnte obsolet werden!

Walter Donzé, Berner EVP-Nationalrat, hat die geschilderte Grundproblematik der Erosion gemeinsamer, tragender Werte bereits vor zwei Jahren mit einem Postulat thematisiert und den Bundesrat ersucht, „eine Reihe von Werten zu definieren, die unserer Gesellschaft Sinn, Zusammenhalt und Zukunftsperspektiven gewähren würden, um hernach über das Resultat dieser Evaluation eine breite öffentliche Diskussion stattfinden“ zu lassen (05.3157: Postulat Donzé, Nationale Wertediskussion). Leider ist der Bundesrat dieser Forderung nicht gefolgt. So hat nun halt die EVP durch Pfarrer Alfred Aeppli solche Werte definiert und es auch übernommen, zusammen mit weiteren Trägern diese in einer eigentlichen Wertekampagne ins Volk zu tragen.

Das Ziel dieser Wertekampagne ist hochgesteckt: Gemeinsame Grundwerte, welche unsere Gesellschaft während Jahrzehnten getragen und stark gemacht haben, sollen diskutiert, ins Bewusstsein unserer Gesellschaft gebracht werden und dort auch wieder zunehmend Boden und Akzeptanz finden. Damit letztlich wieder eine breite gesellschaftliche Übereinstimmung entsteht, nach welchen Werten, nach welchen Verhaltensmustern und mit welchen gemeinsamen Ziel- und Wertvorstellungen wir in diesem Land zusammen leben, wirtschaften und uns weiter entwickeln wollen. Eine Selbstverpflichtungsmöglichkeit und eine Petition sollen flankierend diese Zielsetzung unterstützen.

Über die nach unserer Vorstellung tragenden, gemeinsamen Werte und die Kampagne „lebenswerte.ch“ werden Sie die nachfolgenden Referate informieren.

Dr. Ruedi Aeschbacher, Nationalrat, Präsident EVP Schweiz, Grüt ZH

Kampagne lebenswerte.ch, Postfach 294, 3000 Bern 7, infolebenswerte.ch
Eine Initiative der Evangelischen Volkspartei der Schweiz

Die Erklärung
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PETITIONSBOGEN

Petitionsbogen zum Downloaden und Ausdrucken (pdf, 154 K)